Das view_item Event in Google Analytics 4 (GA4)

Tracke Aufrufe von Produktdetailseiten. Wichtig für E-Commerce-Analysen und Produktperformance.

Das view_item Event in Google Analytics 4 (GA4) ist dafür gedacht, den Aufruf einer Produktdetailseite zu erfassen.

Das view_item Event gehört zu den E-Commerce Events in GA4, d. h. es kann mit zusätzlichen Parametern wie items (Pflicht) und optional value versehen werden, um detaillierte Produktinformationen zu erfassen. So lässt sich in GA4 nachvollziehen, dass Nutzer Produkte aufgerufen haben, sondern auch welche.

Wichtig: In GA4 müssen bei E-Commerce Events im items Array pro Produkt mindestens item_id oder item_name gesetzt sein. Wenn du value mitschickst, sollte auch currency gesetzt sein – sonst ist der Wert später schwer sauber interpretierbar (und in manchen Setups wird er ohne Währung gar nicht verarbeitet).

Screenshot einer Produkt-Detailseite auf cos.com

Es ist üblich, das view_item Event zusätzlich zum page_view Event zu tracken, wenn es sich um eine E-Commerce Website handelt. Das page_view Event erfasst den Seitenaufruf, das view_item Event den Aufruf des auf der Seite befindlichen Produkts.

Wenn die Gestaltung deiner Website es erfordert, dass Nutzer Produkte auf einer Seite aufrufen, ohne dass sich die URL ändert, kannst du das view_item Event auch für andere Interaktionen nutzen, bei denen Nutzer Produkte sehen, z. B. in einem Slider oder einer Galerie.
Manche Shops zeigen auch mehrere Produkte mit all ihres Details innerhalb einer einzigen Seite an. In solchen Fällen spricht nichts dagegen, gleich mehrere view_item Events zu tracken.

Produktvarianten

Wenn der Nutzer auf einer Produktseite eine bestimmte Variante des Produkts auswählt, z. B. eine andere Farbe oder Größe, kannst du das view_item Event erneut schicken, um die Auswahl der Variante zu erfassen.
Dafür gibt es den Standard-Parameter item_variant auf Produktebene, der sich dann ändern kann. Du kannst dir aber auch eigene, konkretere Parameter ausdenken, z. B. item_color oder item_size.

Screenshot einer Produkt-Detailseite von framily.com
Ein Shop für personalisierte Kinderbücher könnte beispielsweise das 'item_gender' oder 'item_hair_color' des angesehenen Produkts als Parameter des view_item Events tracken, um über den Zielgruppen-Export von GA4 zu Google Ads gezielt Eltern von Mädchen oder Jungen anzusprechen und die Anzeigengestaltung zu steuern.

Produkte in Listen

Wenn Nutzer Produkte in Listen sehen, z. B. in einer Kategorie- oder Suchergebnisliste oder auch in einem Produkt-Teaser, ist das eher ein Fall für das view_item_list Event.
Das view_item Event ist für den Aufruf einer einzelnen, konkreten Produktseite gedacht, view_item_list für die Ansicht mehrerer Produktlinks/-kacheln.

Das view_item_list Event in Google Analytics 4 (GA4)

Implementierung

Pflicht- und Standardfelder

Für view_item gilt im Kern:

  • items ist Pflicht.
  • Pro Item sollte mindestens item_id oder item_name gesetzt sein (idealerweise beides, z. B. SKU + Produktname).
  • Sinnvolle Standardfelder sind außerdem price, item_brand, item_category (und ggf. item_category2 bis item_category5) sowie item_variant.

value und currency – ja oder nein?

Du musst bei view_item nicht zwingend einen value mitschicken. Wenn du ihn jedoch nutzt (z. B. um den „Wert der angesehenen Produkte“ in Audiences/Reports besser zu gewichten), dann setze immer auch currency, damit der Betrag eindeutig ist.

javascript
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
window.dataLayer.push({
    event: "view_item",
    ecommerce: {
        // currency/value sind optional – wenn value gesetzt wird, sollte currency gesetzt sein.
        // currency: "EUR",
        // value: 19.90,
        items: [{
            item_id: "SKU12345",
            item_name: "T-Shirt mit V-Ausschnitt",
            item_category: "T-Shirts",
            item_variant: "Schwarz",
            item_brand: "MyFashion",
            price: 19.90,
            quantity: 1
        }]
    }
});